Flächennutzungsplan wird nicht geändert
Einstimmig lehnte der Gemeinderat den Antrag eines Grundeigentümers ab, den neuen Flächennutzungsplan für das Grundstück Kreutweg 1 (gelegen am Rand von Holzhausen) zu ändern und das ganze Grundstück als Bauland auszuweisen.

Bürgermeister Lutzenberger (GAL) erläuterte, dass der Flächennutzungsplan kein Baurecht schafft sondern lediglich eine Leitlinie für die Behörden darstellt. Gemeinderat Patrick Schneider (GAL) wies darauf hin, dass der Flächennutzungsplan nach gründlicher Diskussion verabschiedet wurde und nicht bereits wenige Wochen nach seinem Inkrafttreten geändert werden sollte.

Kommentar: Wer sich noch an die monatelangen Diskussionen im Rat und mit den Bürgern über den neuen Flächennutzungsplan bis zu dessen einstimmiger Verabschiedung erinnert, weiß, dass der Gemeinderat konsequent sehr zurückhaltend bei der Ausweisung von (möglichem) Bauland an den Ortsrändern gewesen ist. Der Grundsatz war (und ist): „Verdichtung nur im Inneren – keine neuen Baugebiete am Dorfrand.“ Dementsprechend haben wir die Ausdehnungswünsche von Grundstückseigentümern gerade auch in Holzhausen sehr restriktiv behandelt. Dies muss natürlich auch für den nunmehrigen Antrag gelten.

Nachbarbebauung zieht Baurechtsmehrung nach sich
Einstimmig stimmte der Gemeinderat zu, auf dem Grundstück Steinreiß 13 mehr Baurecht zuzugestehen. Die Eigentümer konnten zu Recht darauf hinweisen, dass der Rat dem Nachbargrundstück vor kurzem ebenfalls einen vergrößerten Baukörper genehmigt hatte.

             

Die zulässige Grundfläche wird nun von bisher 100 m² auf 140 m² erhöht und die Errichtung eines Doppelhauses ermöglicht.

Kommentar: Ein schönes Beispiel, wie auf Grund des Gleichbehandlungsgrundsatzes die Entscheidung für das eine Grundstück Folgen für das andere Grundstück hat. Auch wenn es vorliegend kein Problem war:  Der Gemeinderat sollte Folgeentwicklungen immer im Blick haben, wenn er Baurechtsmehrungen beschließt.

Anbau an die Sporthalle erneut genehmigt
Bereits in seiner Sitzung vom 01.06.2017 hatte der Gemeinderat dem Vorhaben des TSV Utting zugestimmt, an die Turnhalle einen Gymnastikraum anzubauen. Das Landratsamt stellte nun fest, dass die Dachneigung der dem Gebäude zugewandten Dachseite die laut Bebauungsplan höchtzulässige Neigung von 22°überschreitet. Dem Gemeinderat fiel es nicht schwer, einstimmig eine Befreiung von dieser Festsetzung zu erteilen.

        

Kleinere Baurechtsmehrungen:
Einstimmig billigte der Rat eine Vergrößerung des Baufensters in der Andechser Str. wie hier ersichtlich:

Für das Grundstück Hechelwiesenweg 9a beantragt der Eigentümer, die Grundfläche von derzeit maximal 115m² um 16m² überschreiten zu dürfen. Da es sich dabei um keine „geringfügige Überschreitung“ mehr handelt, ist der Bebauungsplan zu ändern. Dies betrifft aus Gleichbehandlungsgründen alle umliegenden Grundstücke (den ehemaligen Garten des Elisabethheimes) und ist im Sinne der „Verdichtung im Inneren“: